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Hilfe - ich kann nicht mehr

Was tun bei Überforderung?

Was tun bei akuter Überforderung?

 

Sollten folgende Gefühle eintreten: Du fühlst dich überfordert (Beruf, Privat, Emotional, etc.). Alles ist in dem Moment zuviel. Jeder Eindruck, jedes Geräusch, du verlieren den Boden unter den Füßen und glaubst keinen Halt mehr zu haben. Du fühlst dich allein gelassen und hast keine Energie und Kraft.

 

Das sind Begleiterscheinungen von Überforderung:

 

Der Körper reagiert mit Schmerzen, Magenproblemen, Anspannung, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Unruhe, Zittern, Hitzegefühl oder Kälte, Schwindel, Atemnot und Erschöpfung. Diese Symptomatiken treten bei jedem individuell auf und können bis hin zur Panikattake oder kurze oder auch längeren Zeitraum bestehen bleiben.

 

Emotional sind folgende Gefühle oder Zustände bezeichnend: keine Ausweg mehr sehen, Flucht aus der Situation, Dinge aufschieben, sich zurückziehen, Nichtstun, keinen klaren Gedanken fassen können, Gedankenkreisen, Kapitulieren, sich machtlos/ausgeliefert fühlen, zu Alkohol oder Tabletten greifen.

 

Was kannst du tun?

 

Die gute Nachricht ist, du kannst dir in diesen Situationen selbst helfen und beistehen.

Erkenne deine Gefühle in dem Moment. Nimm wahr, dass sie da sind und erkenne, dass sie dir (auch wenn es nicht so anfühlt) helfen möchten, indem du dich zur Pause zwingst. Da muss im Vorfeld schon viel passiert sein, dass solche Belastungsreaktionen auftreten. Dein Körper und Geist brauchen DRINGEND Ruhephasen und Entlastung.

 

·     Nimm dir Auszeiten! 

Tue einfach nichts oder etwas was dir gut tut. Erinnere dich an Dinge die dir Spaß machen oder dich entspannen und denke dabei an nahestehendes (am Balkon sitzen, schwimmen, jemanden anrufen etc...)

 

·     Behandle dich selbst liebevoll! 

Stell dir vor du sorgst dich um einen guten Freund/in und kümmere dich gut um deine Bedürfnisse. Mach dir Mut („Du wirst das schon schaffen“), erinnere dich an andere Herausforderungen im Leben, die du bereits gemeistert hast.

 

·     Schenk deiner Atmung Aufmerksamkeit!

Atme tief ein und versuch beim Ausatmen die Last abzugeben. Solltest du flach atmen, dann leg die Hand auf den Bauch und versuch 3 Minuten tief in den Bauch ein und aus zu atmen.

 

·     Achtsamkeit

Lenk deine Aufmerksamkeit auf das was du siehst und riechst, schmeckst, hörst... sei im Moment. Diese Übung funktioniert überall. Schau das du vorwiegend angenehmes wahrnimmst.

 

·     Setzte Prioritäten!

Bleib bei den wichtigsten Aufgaben und erledige diese Schritt für Schritt und mach dir keinen Druck. Das ist eine Ausnahmesituation, da darfst du länger brauchen, hab Geduld mit dir. 

 

·     Lass den Perfektionismus sein!

Perfektion ist eine Illusion. Mach es gut und lass davon ab. Perfektion erzeugt unglaublichen Druck und Demotiviert, in so einer Lebensphase ist Perfektion gefährlich.