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Scheidung/Trennung

von Trennung bis Scheidung - wenn Beziehungen in die Brüche gehen

Viele Paare mühen sich lange, bis die endgültige Entscheidung zur Trennung fällt. Für die meisten ist dieser Prozess mit vielen Enttäuschungen, manchmal auch Kränkungen verbunden.

 

Bei einer Trennung gibt es nie einen Gewinner oder Gewinnerin. Zumindest die Vorstellung, dass genau mit diesem Partner oder Partnerin die Liebe des Lebens gefunden wurde, geht für beide verloren. Eine Trennung ist eine belastende Zeitspanne, die mit vielen Begleiterscheinungen einher geht und in erster Linie einen Verlust bedeutet. Wie kann ich mein Leben nun alleine angehen, was lasse ich hinter mir, ...?

 

Auch frühere Trennungserlebnisse (bspw. Scheidung der Eltern) können spätere, eigene Erfahrungen mitbeeinflussen. So kann es passieren, dass durch die gegenwärtige Trennung, Ängste und Verzweiflung, die man als Kind erlebt hat, wieder aktiviert werden. Psychotherapie hilft dabei, die damaligen Gefühle als Kind von den heutigen Ereignissen, samt den emotionalen Folgen, zu unterscheiden.

 

Bei Paaren, die auch Elternpaar sind, verläuft eine Trennung zumeist noch schwieriger. Die Sorge und auch Trauer, mit den eigenen Kindern nicht mehr im gewohnten Ausmaß und Art zusammen sein zu können, lässt viele, trotz massiver Zerrüttung, noch in der Beziehung bleiben. Manche sind der Ansicht, dass Kinder einen „psychischen Schaden“ davontragen könnten, wenn sie nicht mit beiden Elternteilen gemeinsam aufwachsen. Es wird dabei vergessen, dass auch eine dauerhaft gespannte und lieblose Atmosphäre zwischen den Eltern das Kindeswohl gefährdet. 

 

 

Wie lassen sich Scheidungsfolgen für Kinder minimieren?

  • durch eine kindgerechte, ausreichende Information durch beide Eltern über die Trennung,
  • durch das Vermitteln von Sicherheit, dass beide Elternteile, trotz der Trennung, dem Kind erhalten bleiben,
  • durch Informationen darüber, was sich konkret im kindlichen Lebensalltag in Zukunft ändern wird, aber auch, was so bleiben wird, wie bisher.
  • Das Kind ermutigen, seine Sorgen darüber offen auszusprechen. Kinder spüren, ob die Erwachsenen ein offenes Ohr für sie haben.
  • Der Versuchung zu widerstehen, das Kind gegen den/die Ex-PartnerIn aufzuhetzen,
  • sowie auch der, das Kind als Partnerersatz zu instrumentalisieren.
  • Dem Kind die Gewissheit signalisieren, beide Eltern lieben zu dürfen.